Imre Kálmán

Imre (Emmerich) Kálmán, geboren 1882 am Südufer des Balaton, geht 1897 nach Budapest, studiert Musik und Jura, arbeitet als Musikkritiker und schreibt Lieder fürs Kabarett. Anders als seine Mitstudenten Bartók und Kodály benutzt er dabei nicht „originale“ Volksmelodien, sondern die populäre Unterhaltungsmusik „all'ongarese“.

Seiner Karriere als Pianist setzt eine Erkrankung der rechten Hand ein Ende. 1907 ermöglicht ihm ein gewonnener Preis den Besuch der Bayreuther Festspiele. 1908 geht er nach Wien und hat Erfolg mit seiner ersten Operette. Er verbindet den rhythmischen Elan der ungarischen Tänze mit dem mondänen Schwung des Wiener Walzers.

In der „Czardasfürstin“ von 1915 zeigt sich auch der gesellschaftliche Wandel. Es braucht zwar eine Komödie, um die Verbindung eines Adeligen mit „einer vom Theater“ zu ermöglichen, aber es gibt nun ein Happy End.

Der Komponist muss allerdings nach dem Anschluss Österreichs als Jude nach Zürich, Paris und weiter nach New York emigrieren. Der amerikanische Staatsbürger hat aber Heimweh nach Wien, kehrt 1948 zurück und stirbt 1953 in Paris.

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