Jules Massenet
Jules Massenet, (1842-1912), Schüler von Ambroise Thomas und Charles Gounod am Konservatorium, schreibt für die Opéra lyrique 30 Opern. Seine Oratorien sind heute ganz vergessen. Er beherrscht die Kunst der diskreten Andeutung: leise und zärtliche Melodien kosten die Gefühle aus. Damit ist er Wegbereiter der impressionistischen Musik eines Debussy oder Ravel. Seine Oper Thaïs (1894) spielt in Ägypten. Heute kennt man daraus nur die berühmte Meditation.
Bei uns singt die Solovioline den himmlischen Gesang über die Entsagung von der irdischen Liebe. Die bekehrte Kurtisane geht ins Kloster und lässt den Geliebten enttäuscht zurück.

