Frederick (Friedrich) Loewe

Frederick (Friedrich) Loewe wird 1904 in Wien geboren. Sein Vater, ein Beamter, wird im privaten Kreis als großes Gesangstalent entdeckt, tingelt zuerst durch kleine österreichische Bühnen und kommt 1893 nach Berlin ans Theater unter den Linden. Er reist dann durch ganz Europa bis nach New York, wo er sich 1922 endgültig nieder lässt. Sein Sohn Friedrich bleibt bei der Mutter in Berlin und tritt bereits mit 13 öffentlich als Pianist auf. Mit 15 schreibt er seinen ersten Schlager: „Kathrin, du hast die schönsten Beine von Berlin!“

1924 zieht Frederick zu seinem Vater in die USA. Er schlägt sich als Pianist im Nachtclub, als Reitlehrer, Preisboxer, Goldgräber und Briefträger durch und landet in der Prohibitionszeit als Barpianist auf einem Schiff, das zwischen Miami und Havanna hin- und herfährt.

Seine Operetten bleiben ohne Erfolg, bis er sich 1942 mit dem Librettisten Alan Jay Lerner zusammentut. Der Durchbruch kommt 1956 mit „My fair Lady“ nach George Bernard Shaws Komödie „Pygmalion“ von 1912. Da 1954 die Filmrechte an dem Stück verkauft werden, wollen Loewe und Lerner daraus ein Fernseh-Musical machen, das dann an den Broadway gehen soll. Es wird dort in 6 ½ Jahren 2.717-mal aufgeführt. Lerner übernimmt die geschliffenen Shaw-Dialoge weitgehend original und ergänzt kongenial.

Für den Phonetikprofessor und Sprachforscher Higgins ist das Blumenmädchen Eliza zunächst nur der bloße Gegenstand eines Experiments. Der gesellschaftliche Konflikt wird hier aber auf Augenhöhe verhandelt. Keine Frage, wem die Sympathie des Publikums gehört: Eliza erweist sich als die Stärkere und versteht auf jeden Fall mehr von Liebe als der Professor. Der stellt erstaunt fest, dass er das Mädchen liebt, und dass er es ist, der noch sehr viel lernen muss.

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