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Carl Reinecke, 1824 in Altona geboren, wirkte als Komponist,
Dirigent, Pianist und Musikschriftsteller. Nach ausgedehnten
Konzertreisen als Pianist hatte er verschiedene Anstellungen: Als
Hofpianist in Kopenhagen, als Kapellmeister in Barmen, aber auch als
Klavierlehrer an der Rheinischen Musikschule in Köln.
Während seiner Kölner Zeit
pflegte er das freundschaftliche Verhältnis zu Robert Schumann, der ihn
als "jüngeren Komponisten in meinem Sinne" bezeichnete, im nahe
gelegenen Düsseldorf und traf hier auch den jungen Johannes Brahms.
Seit 1860 bis zu seinem Tod 1910 lebte und wirkte er vor allem in
Leipzig. Er leitete dort die Gewandhauskonzerte und lehrte am
Konservatorium, dessen Direktor er 1897 wurde.
Als Komponist blieb er in der
Tradition Mendelssohns und Schumanns, die er während seines Studiums
kennen- und schätzen gelernt hatte. „Ich würde nicht dagegen
opponieren, wenn man mich einen Epigonen nennt“, war seine charmante
Antwort auf die Frage nach seiner konservativen Musikeinstellung. Das
Flötenkonzert in D-Dur op. 283, eines der schönsten romantischen
Flötenkonzerte, schuf er als 84jähriger. (sh)
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